21.4.2010: NETZWERKE UND KARRIEREN. DIE BACH-FAMILIE

21. März 2010

J.S.Bachs 1747 komponiertes und dem König Friedrich von Preussen gewidmetes „Musikalisches Opfer“ markiert einen Höhepunkt in Bachs öffentlicher Karriere. Zahlreiche Zeitungen berichteten über J.S. Bachs vorausgegangenen Besuch bei Friedrich dem Großen und seine grandiose Improvisation einer sechsstimmigen Fuge. Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel – seit einigen Jahren Cembalist am Berliner Hofe – hatte dieses Treffen lange geplant und vorbereitet. Das bemerkenswerte Gespür für politische wichtige Beziehungen lässt sich anhand zahlreicher Dokumente nachvollziehen. Dieses Konzert beleuchtet die familiären und politischen Verbindungen der Bachfamilie.

Programm:
J.S.Bach: Das Musikalische Opfer
sowie Werke von J.J.Quantz, Anna Amalia von Preußen, Wilhelm Friedemann Bach, Franz Benda, Friedrich II von Preussen, C.Ph.E.Bach

Ausführende:
Hans-Joachim Fuss, Traversflöte
Leila Schayegh, Barockvioline
Jörg Halubek, Cembalo
Benedikt Schregle, Sprecher

“Viel gute italienische Musik”

26. Januar 2010

Johann Sebastian Bach. Die musikalische Bibliothek
V. „Viel gute italienische Musik“
SA | 23.01.2010 | 20:00 | GAISBURGER KIRCHE | EINFÜHRUNG 19:15

„Viel gute italienische Musik“ brachte die Weimarer Hofkapelle nach Angaben des Bachschülers P.D. Kräuter zu Gehör. Bach wirkte von 1708 bis 1717 am Weimarer Hof. Er hatte dort Zugriff auf die hervorragende Musikbibliothek des Roten Schlosses, welche der musikliebende Herzog Johann Ernst auf aktuellstem Stand hielt. Bachs Werke dieser Zeit tragen deutliche Züge des italienischen Concerto-Stils, mit dem Antonio Vivaldi international Erfolge feierte. Im Jahr 1774 brannte das Rote Schloss zu Weimar mitsamt der Bibliothek nieder. In diesem Konzert erklingen Werke, die Herzog Johann Ernst womöglich von seiner Amsterdam-Reise im Jahr 1713 mitbrachte.