
Sonaten für Violine und Basso Continuo

Giovanni Mossi: Sonaten für Violine und Basso
Continuo
Corellis Schüler?
Das römische Musikleben hatte zu Beginn des 18. Jahrhunderts weit mehr
zu bieten als den manchmal etwas stromlinienförmigen Klassizismus
Arcangelo Corellis. Einer der gefragtesten Geiger der Stadt war zum
Beispiel Giovanni Mossi (ca. 1680–1742), der es sich offenbar sogar
leisten konnte, nie eine feste Anstellung anzunehmen. Wenig ist über
ihn zu erfahren, doch wurde seine Musik europaweit geschätzt. Die
Solosonaten sind zwar von Corelli (dessen Schüler er angeblich gewesen
sein soll) beeinflusst, weisen aber zahlreiche individuelle Merkmale
auf.
Leila Schayegh (Violine), Ilze Grudule (Cello), Jörg Halubek (Cembalo)
Label: PAN , DDD, 2008
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Bernardo Storace auf Cembalo & Orgel
Sämtliche biographische Daten und Informationen über den italienischen
Komponisten und Organisten Bernardo Storace sind nur aus dem Vorwort zu
seiner 1664 in Venedig veröffentlichten Sammlung "Selva di varie
compositioni d'intavolatura per cimbalo et organo" überliefert. Hier
gibt er sich als Vizekapellmeister des Senates der Stadt Messina aus.
Eine Auswahl der Sammlung der zahlreichen Variationen über bekannte
Tänze und Melodien der Epoche stellt der junge Organist und Cembalist
Jörg Halubek, der 2004 den ersten Preis im Fach Orgel des
Internationalen J. S.Bach-Wettbewerbs in Leipzig gewann, jetzt auf cpo
vor. In Storaces Werk zeigt sich die deutliche kompositorische Absicht,
größere Formen zu gestalten und einzelne Variationssätze zu einem
geschlossenen Stück miteinander zu verbinden. Das wohl berühmteste
Stück ist die Ciaccona mit ihrer rhythmischen Prägnanz und ihrem
eingängigen Bassmodel. Furiose Virtuosität bis zum Ende!
Inhalt:
14 Stücke aus "Selva di varie compositioni
d'intavolatura per cimbalo ed organo":
Ciaconna
Passacaglia sopra f
Toccata in F
Romanesca
Balletto
Follia
Ballo della Battaglia
Capriccio sopra Ruggiero
Passagagli sopra c
Toccata in G
Recercar in e
Aria sopra la Spagnoletta
Partite sopra il cinque Passi
Passagagli sopra c
Label: CPO , DDD, 2006
Bestellnummer: 7346557
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Kritik (Klassik heute, Sixtus König, 09.04.2009)
Vom Leben des italienischen Barock-Komponisten Bernardo Storace ist so
gut wie nichts Näheres bekannt – nicht einmal seine genauen
Lebensdaten. 1664 erschien in Venedig die Sammlung „Selva di varie
compositioni d’intavolatura per cimbalo ed organo“, in der alle von ihm
überlieferten Stücke enthalten sind. Auf der Titelseite des Drucks wird
er als „vizemaestro di capella“ von Messina (Sizilien) bezeichnet.
Storaces Musik steht in der Nachfolge Frescobaldis, strebt jedoch
größere Formzusammenhänge an und verbindet einzelne Abschnitte oder
Variationen durch Modulationen zu größeren Einheiten. Die Satzformen
stammen aus der Frescobaldi-Zeit: Wir finden Chaconne und Passacaglia,
Tanzsätze wie Follia und Spagnoletta, Variationsfolgen wie Romanesca
und Ruggiero, Toccaten und Partiten. Der Stuttgarter Organist und
Cembalist Jörg Halubek hat eine ansprechende Auswahl aus der
umfangreichen Sammlung zusammengestellt, wobei der Wechsel der
Instrumente keine klangliche Monotonie aufkommen lässt. Halubek benutzt
ein um 1600 in Venedig gebautes Cembalo, das vom Württembergischen
Landesmuseum für die Aufnahmen zur Verfügung gestellt wurde, und eine
italienische Orgel aus dem 18.Jahrhundert. Die Registrierung erscheint
sehr plausibel – besonders wirkungsvoll ist der Einsatz der Voce umana
in der Romanesca und der obertonreichen Trombocini im Ballo della
Battaglia. Auch die Realisierung des Capriccio sopra Ruggiero
ausschließlich mit Blockflöten-ähnlichen Vier-, Zwei-, und
Einfuß-Registern klingt sehr reizvoll.
In den Cembalostücken weiß Halubek sorgfältig zu artikulieren und
ausdrucksvoll zu gestalten. Nicht nur bei den improvisatorischen
Abschnitten der Orgel-Toccaten im „stylus fantasticus“ sondern auch bei
den Tanzsätzen Ballett, Follia und Spagnoletta für Cembalo bedient er
sich eines sensiblen, wohldosierten Rubatos, das gliedernd wirkt und
die jeweilign Affekte unterstreicht. Die gut siebzigminütige
Vortragsfolge gipfelt eindrucksvoll in der großen, 96 Variationen
umfassenden Passagagli sopra a für Orgel.
Toccaten und Passacaglien für Cembalo
G. Frescobaldi - Toccata settima
J.C. von Kerll - Passacaglia

Inhalt:
J.B.J. Cabanilles - Pasacalles del primo tono
G.
Frescobaldi - Toccata settima
G. Frescobaldi - Partite sopra Passacagli
J.-H. d´Anglebert - Prelude in d
J.-H. d´Anglebert - Passacaille d´Armide
J.C. von Kerll - Toccata prima
J.C.
von Kerll - Passacaglia
G. Muffat - Toccata octava
G. Muffat - Passacaglia
J.S.Bach - Passacaglia für zwei Cembali
G. Ligeti - Passacaglia ungherese
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Kritik (Rondo-Magazin, Michael Wersin, 09.05.2008)
Passacaglien und Toccaten für Cembalo, strukturell an einen Bass oder eine Harmoniefolge gebundene und strukturell per definitionem freie barocke Stücke also, stellt Jörg Halubek auf dieser CD vor. Es erklingen zu diesem Zweck zwei wundervolle Cembali, das eine von italienischer, das andere von französischer Provenienz und Machart; drei verschiedene Stimmungen (mitteltönig, Silbermann und Bach nach Bradley) kommen zur Anwendung. Das Spektrum der Komponisten spannt sich von Cabanilles über Frescobaldi, D’Anglebert und Kerll bis hin zu J. S. Bach. Soweit die (glücklich gewählten) Rahmenbedingungen – der entscheidende Rest: Interpretatorische Kreativität und Gewandtheit, wie sie für solch komplexe und in vieler Hinsicht anspruchsvolle Musik unabdingbar ist; und darüber verfügt Jörg Halubek im Übermaß: Seine musikalischen Figuren und Auszierungen "sitzen" perfekt, seine Bögen stiften Sinn, seine Agogik reißt mit, seine Artikulation spricht eine präzise und prägnante Sprache. Kurzum: Halubek bringt diese faszinierende Musik zum Leben, und er bringt die wundervollen Instrumente zum Klingen! Nirgends zirpt oder scheppert es, vorbei das Cembalo-Elend früherer Zeiten – diese Instrumente können singen, wogen, rauschen, orgeln, glitzern, schmeicheln. Eine große, eine außergewöhnliche Freude. (Rondo-Magazin Michael Wersin, 09.05.2008)
Große Orgelwerke von J.S.Bach an der Silbermann-Orgel in der
Georgenkirche zu Rötha (1721)
Praeludium et Fuga in Es (BWV 552)

Inhalt:
Praeludium et Fuga in Es (BWV 552)
Passacaglia (BWV 582)
Fantasia et Fuga in g (BWV 542)
Toccata con Fuga in d (BWV 565)
Praeludium et Fuga in e (BWV 548)
Sonate g-moll für Oboe u. Cembalo BWV 1030b
I. (Andante)

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Sonate g-moll für Oboe u. Cembalo BWV 1030b
Partita a-moll für Oboe allein BWV 1013
Adam Falckenhagen (1697-1761)
Concerto Nr.V g-moll
Concerto Nr. VI Es-Dur
für Oboe, Violoncello und Laute
Lajos Lencsés - Oboe
Leo Lencsés - Violoncello
Jörg Halubek - Cembalo
Johannes Vogt - Laute
Adam Falckenhagen, der letzte große Lautenist und Schüler von Silvius Leopold Weiss lebte in Bayreuth und schuf neben Schulwerken Concerti, die Lencses der Vergangenheit zu Recht entreißt. In Paranthese zu Bach gesetzt wird der Kontrast zwischen Gesellschaftsmusik und absoluter Tonkunst deutlich. Dabei gelingt es dem großen Oboisten, in beiden Werkgruppen sein Klangideal zu verwirklichen.
u.a. Lux Aeterna, für Chor und Orgel
Introitus

Inhalt:
Les Chansons des Roses (1993)
Lux Aeterna (1997)
Madrigali (1984)
O Magnum Mysterium (1994)
Christoph Willibald Gluck (1714-1787)
Ezio - Oper in drei Akten
Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele
Michael Hofstetter, Leitung





